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Flatterigen Distelfalter mit dem Tele-Objetiv fotografieren

Schon gestern fiel mir der Distelfalter bei uns auf der Terrasse auf. Doch kurz darauf war der Schmetterling auch schon wieder weg. Umso erfreuter war ich, als ich unseren unerwarteten Gast heute wieder sah. Denn Distelfalter sind Wanderfalter und sind auf dem Weg in Richtung Nordeuropa und somit hier auf Teneriffa nur sehr selten zu sehen. Schnell schnappte ich mir die Nikon Z7 Kamera* mit dem 70-200 mm Teleobjektiv* und näherte mich vorsichtig dem Distelfalter.

Distelfalter auf Schmuckkörbchen
Distelfalter auf Schmuckkörbchen

Distelfalter sind recht scheue, unruhige Falter. Das wusste ich schon von anderen Fotoerlebnissen mit dieser Schmetterlingsart, als wir im Juni 2019 in Hamburg waren. Daher habe ich mich gleich für das 70-200 mm Tele-Objektiv* entschieden und den Fokusbereich auf die Naheinstellgrenze 1.1 m eingestellt. Somit konnte ich gut zum Schmetterling Abstand halten und ihn mit 200 mm sehr detailgetreu abbilden.

Distelfalter auf Schmuckkörbchen
Distelfalter versteckt im Schmuckkörbchen

Der Distelfalter angelockt von den vielen weißen Blüten

Wir haben ein kleines Hochbeet voll mit ganz vielen Schmuckkörbchen. Die meisten davon sind weiß. Der leichte Wind lässt die vielen hohen Blumen sanft miteinander schaukeln. Die Bienen summen ständig um die Blüten herum und auch die Monarchfalter (Schmetterling) bedienen sich ebenfalls des Nektars. Da wir auch die Seidenpflanzen (Asclepias curassavica) hier auf Teneriffa haben, ist der Monarchfalter bei uns heimisch.

Distalfalter versteckt im Schmuckkörbchen
Distalfalter versteckt im Schmuckkörbchen

Der Distelfalter flog eine Blüte nach der anderen an und blieb seltenst mal still darauf sitzen. Und wenn dann doch, dann waren viele weiße Blüten zwischen uns. So wartete ich geduldig bis der Falter auch mal mehr in meinen fotografischen Sichtbereich kam. Als es dann so weit war, hatte ich das Glück ein paar Fotoaufnahmen machen zu können.

Distelfalter versteckt in Blüte
Distelfalter versteckt in Blüte

Aber das Glück hielt natürlich nicht lange an, denn die nächste Blüte wurde wieder angeflogen. Diesmal am anderen Ende wo ich nicht wirklich hinkam. So schob ich ganz vorsichtig ein paar Blümchen beiseite und näherte mich vorsichtig dem Distelfalter. Ich hatte keine Chance – wie eigentlich gewünscht – ihn seitlicher ablichten zu können, damit auch der Körper mitzusehen ist. Und trotzdem fand ich dieses Versteckspiel sehr amüsant.

Distelfalter auf der Durchreise im Schmuckkörbchen
Distelfalter auf der Durchreise im Schmuckkörbchen

Am Ende wurde ich dann auch noch einmal kurz belohnt. Der Distelfalter flog eine Blüte an, die für mich perfekt erreichbar war. Ja ich musste sogar schon einen kleinen Schritt zurückgehen, da ich ansonsten die Naheinstellgrenze von 110 cm unterschritten hätte. Denn darunter kann die Kamera mit diesem Objektiv das Motiv nicht mehr scharf stellen.

Es ist ja auch ein Teleobjektiv, dass darf man nicht vergessen 😉 . Und dafür war es heute super praktisch, denn näher hätte mich der Falter hier auch gar nicht wirklich herangelassen. Mich fasziniert immer wieder diese Lichtstärke und die Abbildungsschärfe des 70-200 mm Nikkor Objektivs*.

Deshalb ist von all meinen Objektiven, dass 70-200 mm Teleobjektiv auch mein favorisiertes Objektiv.

Distelfalter auf Schmuckkörbchen
Distelfalter auf Schmuckkörbchen

Distelfalter, ist ein Wanderfalter

Der Distelfalter klappte seine Flügelchen zusammen und dann war er auch verschwunden und nicht mehr gesehen. Ich denke, dass die Distelfalter auf der Durchreise in Richtung Nordeuropa sind. Unglaublich finde ich, dass sie Autobahnen etc. als Wegweiser für ihre Routen nehmen. Und überhaupt, wie diese kleinen Wanderfalter von Afrika bis in den Norden Europas in nur einer Sommersaison kommen und dann auch noch zurück.

2019 war so ein wundervolles Jahr, da gab es ganz viele dieser Distelfalter zu sehen. Vielleicht wird dieses Jahr ja auch wieder so ein Jahr des Distelfalter-Massenfluges Richtung Nordeuropa. Lassen wir uns überraschen.

Meine Foto-Einstellungen

Bewusst bin ich wieder im M-Modus (manueller) gewesen. Mir war wichtig, den unruhigen Schmetterling scharf abzulichten. Dafür benötigte ich eine sehr kurze Belichtungszeit. Hier habe ich deshalb 1/2500 gewählt, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn ich wusste ja bereits, dass ich wahrscheinlich keine weitere Gelegenheit bekommen werde (so wie es dann ja auch war). Die ISO-Automatik war aktiviert.

Des Weiteren war mir die Blende für ein entsprechendes Bokeh (unscharfer Hintergrund) für eine angenehme Bildgestaltung wichtig. So fokussierte ich mich mit Blende f/4, dem AF-C und die Messfeldsteuerung auf Einzelfeld immer auf die Augen des Falters. Dabei suchte mir dabei einen ansprechenden Bildausschnitt. Achte darauf, dass keine Flügel abgeschnitten sind ect. Und sobald die Kamera die Augen des Falters scharf gestellt hat, sofort auslösen.

Ich bevorzuge vor allem in der Tierfotografie den stillen Auslöser-Modus. Denn ich habe den Eindruck, dass das „klick-klick-klick“ der Kamera die Tiere auch irritieren kann. Außerdem liebe ich es, wenn der Moment so leise und harmonisch mit der Natur vereint ist. Aber wie so vieles im Leben ist das Geschmacks- und aber auch Gewöhnungssache.

Mehr zu meinem Foto-Equipment findest Du hier:

Ausführlichere Erklärungen zu meiner Wahl der NIKON KAMERAS

Ausführlichere Erklärungen zu meiner Wahl der NIKON & SIGMA ART OBJEKTIVE

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