Aufgehender Vollmond an den Norderelbbrücken

Den Mondaufgang an dieser Stelle hatten wir schon öfter sehr schön beobachten können. Wir hatten letztes Jahr im September schon versucht, den blutroten Supermond von dieser Stelle aus zu fotografieren. Allerdings ohne großen Erfolg.

Das ermunterte uns dann aber, uns mit den richtigen Mondfoto-Einstellungen zu befassen.

Mit neuen Kenntnissen und Ideen waren wir dann wieder hier. Vollmondnacht – ohne blutroten Mond, ohne Supermond, dafür aber mit angelegten Feeder-Schiffen am Liegeplatz vor den Elbbrücken, an den Norderelbpfählen und einer farbenfrohen Himmelsfärbung.

NorderElbbrücken Federnschiffe (f/14, ⅙ Sek. 48mm, ISO 100, -2LW)
NorderElbbrücken Federnschiffe (f/14, ⅙ Sek. 48mm, ISO 100, -2LW) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 24-120mm

Der Mond kam endlich. Die Farben am Himmel waren ein Traum – von babyblau ins fliederlila.

Hafenfeeling & Möwengeschrei

Die Hafen-Möwen suchten sich so langsam ihr Schlafplätzchen. Es sollte die Festmacherleine am vorderen Schiff bis hin zum Poller sein. Dicht an dicht saßen sie zum Schluss nebeneinander und hörten nicht auf mit ihrem Möwengeschrei. Ein wirklich lustiger Anblick. Es machte schon fast den Eindruck, als beobachteten sie uns.  Selbst in der absoluten Dunkelheit waren sie immer noch am kreischen.

Diesen Moment hier so genießen zu dürfen, war etwas ganz besonderes.

 

Norder-Elbbrücken Vollmond (f/8, 1/20Sek., ISO 100, 200mm)
Norder-Elbbrücken Vollmond (f/8, 1/20Sek., ISO 100, 200mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm

Es ist immer wieder unglaublich, in welch einer Geschwindigkeit der Mond aufsteigt.

Beim Fokussieren durch die Kamera sieht man richtig die Bewegungslinie und muss ständig nachjustieren. Deshalb ist es auch nicht einfach gewesen, alles korrekt zu belichten. Der Mond muss kurz belichtet werden und die Dunkelheit länger. Die ISO wollte ich unten behalten, um ein Rauschen zu verhindern.

Ich wollte den Mond partout nicht als hellen überstrahlten Fleck ablichten.

Nach diversen Aufnahmen in verschiedensten Einstellungen habe ich dann endlich mein Foto geschossen. Ihr wisst, ich kann nicht anders. Wie heißt es so schön:

„Die Kleinigkeiten führen zur Perfektion, 
     aber Perfektion ist keine Kleinigkeit.“

Henry Royce
Britischer Techniker und Erfinder

 

Norder-Elbbrücken Federnschiff Nachts (f/22, 30Sek., ISO 200, 200mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm

Als es dunkel war konnte ich immer noch nicht mein Motiv verlassen.

Die Möwen waren weiterhin zu hören. Es war echt zum Piepen. Nicht zu sehen, aber zu hören. Das Hamburger Hafenfeeling blieb somit für uns bis in die Nacht erhalten. Ich probierte stolz weiter die Blendenstufen meines neuen Tele-Zoom-Objektiv AF-S NIKKOR 200-500mm aus. Mit 30 Sekunden Belichtung bei Blende f/22 macht es sehr schöne Sternenlichter. Voll mein Ding.

Blick in die Hafen-Industrie (f/32, 30 Sek., ISO 100, 270mm)
Blick in die Hafen-Industrie (f/32, 30 Sek., ISO 100, 270mm)- Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm

Dann noch ein Foto mit dem neuen Tele-Zoom-Objektiv AF-S NIKKOR 200-500mm in den Hafen rein.

Ich war echt erstaunt, wie detailliert dieses Tele-Zoom-Objektiv im Dunkeln in dieser Distanz perfekt ablichtet.

UNGLAUBLICH!  😎

Vollmond-Aufnahme

Vollmond (f/20, 1/25Sek., ISO 100, 500mm)
Vollmond (f/20, 1/25Sek., ISO 100, 500mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm

Ach ja und der Vollmond. Der musste nun auch noch mal abgelichtet werden. Nun muss mein neues Tele-Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm auch öfter zum Einsatz kommen. Bin schon ganz gespannt, wie der Mond wird. Nur ein richtig runder Mond ist ja perfekt in seiner Form. Also los…    Wie das geht? Die Mondeinstellungen findest du hier.

Fazit: Die Elbbrücken zum Freihafen in Hamburg sind ein tolles Motiv. In der Kombi mit dem Vollmond und den Möwen war es ein einmaliges Erlebnis. Hafenfeeling pur.

fotografiert von Thorsten Carlsson
fotografiert von Thorsten Carlsson

 Das Tele-Zoom-Objektiv AF-S NIKKOR 200-500mm  macht super Fotos, es ist nur recht groß und wiegt stolze 2,3kg. Aber was zählt ist das Ergebnis.

 

Danach ging es weiter zur Kehrwiederspitze…

 

Wissenswertes: Liegeplatz: Norderelbpfähle

Im Strom der Norderelbe, zwischen den Elbbrücken und dem Kreuzfahrtterminal befindet sich eine etwa 1,5 km lange Pfahlreihe. Die Norderelbpfähle dienen vor allem den kleineren Feederschiffen zum Festmachen, hier warten sie auf neue Aufträge. Die Liegeplätze werden aber auch für kürzere Wartezeiten genutzt.

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