Die Mond-Fotgrafie ist leichter als gedacht. Allerdings…

  1. Du brauchst ein Tele-Objektiv mit mindestens 200mm Brennweite. Umso mehr Brennweite es hat, um so besser.
    Falls vorhanden, nutze den Tele-Konverter (ist aber nicht Pflicht)
  2. Ein Stativ sollte ebenfalls vorhanden sein.
  3. Kamera mit APS-C oder Vollformat Sensor (ab Mittelklasse geht es)
  4. Fotografiere im RAW-Modus (statt Jpeg) und nutzte Lightroom & co.

Hier kurz die Einstellungen für den Vollmond:

  1. Stativ = Bildstabilisator aus!!! (sonst Unschärfe)
  2. ISO 100  (ISO-Automatik ausstellen und ISO Zahl niedrig halten, da der Mond superhell ist und wie ein Scheinwerfer leuchtet. Ansonsten wird der Sensor überbelichtet und ist einfach nur ein weißer Fleck)
  3. Spotmessung (um nur die Helligkeit des Mondes als korrekte Belichtung zu messen!)
  4. Modus A einstellen und die Kamera berechnet allein die Belichtungszeit.
    Belichtungszeit sollte möglichst unter 1/125 Sekunde sein. (Auch abhängig von der Brennweite.) Gut geht 1/60 Sekunde.
    Sollte aber nicht zu lang sein (max. 1/20-1/40Sek. je nach Lichtstärke des Objektivs), da der Mond wandert und sonst Unschärfe verursacht.
  5. Blende 9-11 erstmal einstellen (später kannst du andere Blendenzahlen ausprobieren, wie 8 oder 6.3)
  6. Brennweite 200 oder mehr – Bildausschnitt „Zentrum-Mitte“ wählen – Vorsicht: der Mond wandert
  7. Fokus – Scharf stellen: manuell (vielleicht geht es auch mit Autofokus – Ich bevorzuge die manuelle Scharfstellung.
    Tipp: Die Nikon D750 hat im Live-View-Modus die Möglichkeit über die OK-Taste die Detailschärfe zu kontrollieren!!! Genial für perfektes fokussieren.
  8. Spiegelvorauslösung bei Spiegelreflex empfehlenswert wegen der Erschütterung, Systemkameras haben das „Problem“ nicht.
  9. Ach ja, und BLITZ AUS!!!
  10. Fernauslöser (Alternativ Selbstauslöser 2Sek.)
Mondaufgang (f/8, ISO 100, 500mm, 1/100Sek.)
Mondaufgang (f/8, ISO 100, 500mm, 1/100Sek.)

Knapp zusammengefasst:

Da der Mond sich ständig weiter bewegt, muss die Belichtungszeit recht kurz sein. Eine Brennweite von 200mm oder mehr ist Pflicht und die ISO niedrig halten.

Gegebenenfalls:
Ist der Mond zu hell = die Belichtungszeit zu lang sein – so muss diese gekürzt werden – in dem du die Blende leicht veränderst und/oder eine minimalste Erhöhung der ISO-Zahl durchführst (Vorsicht Rauschen!).

Alle Einstellungen sind immer abhängig von der Leistungsstärke der Kamera und der Lichtstärke Objektiv. Auch die Klarheit des Himmels und die Helligkeit des Mondes (Mondphasen) spielen eine wichtige Rolle.

Vollmond (f/20, 1/25Sek., ISO 100, 500mm)

 

Ich habe ganz neugierig mein neues Tele-Objektiv: AF-S NIKKOR 200-500mm ausprobiert. Ich hatte vorher das Nikon Tele-Zoom-Objektiv AF-S VR ZOOM-NIKKOR 70–300 MM 1:4,5–5,6G IF-ED. Mit dem Objektiv war die Mondfotografie auch schon gut möglich, allerdings nicht so schön und nicht so detailliert. Bei der Bild-Bearbeitung des Fotos waren wir dann aber echt erstaunt, wie detailliert die Aufnahme ist. Als ich das Foto gleich im Freundeskreis verschickte, schrieb ich nur: Bitte reinzoomen! Das war wirklich beeindruckend.  😛

 

Zitat:

Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung,
Der Profi sorgt sich ums Geld
Der Meister sorgt sich ums Licht.
Georg IR B.

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