Vogelvielfalt in der kleinen verschlafenen Rantumer Hafenbucht

Wir haben gerade mehrere Stunden die Vogelvielfalt im Rantum Becken beobachtet und natürlich auch fotografisch festgehalten. Das war total beeindruckend und ich dachte, dass das mein Highlight des Tages war.

Als wir das Rantum Becken mit dem Fahrrad verließen, kamen wir in der kleinen verschlafenen Rantumer Hafenbucht an. Da sah ich eine Menge Vögel und mein Herz schlug vor Begeisterung höher. Die eigentliche Kaffeepause musste weiter warten…

Pfuhlschnepfen im auflaufendem Wasser

Ich glaube es war gerade auflaufendes Wasser und die Pfuhlschnepfen waren am Ufer auf Nahrungssuche. Es war fantastisch schön anzusehen und vorallem so nah dran, wie sie sich die Würmer und co aus dem Watt ziehen und verschlingen.

Pfuhlschnepfen sind auf Nahrungssuche im Rantumer Hafen bei auflaufendem Wasser
Pfuhlschnepfen auf Nahrungssuche im Rantumer Hafen – f/11 | ISO 640 | 1/1250 Sek | -⅓ LW | 500mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

So langsam bekam ich eine Ahnung, wann wo welche Vogelarten zu beobachten sind. Und mit dem Sammeln dieser Erfahrungen steigt die  Begeisterung, aber auch die Motivation immer weiter voran. Fix baute ich das Stativ auf und los ging es…

Austernfischer im Wattenmeer

Aber nicht nur die Pfuhlschnepfen sind hier auf erfolgreicher Nahrungssuche. Auch die Austernfischer sind hier und füllen sich die Bäuche. So nah war ich auch noch nicht an sie dran. Die Austernfischer gefallen mir.

ein Austernfischer läuft im Watt auf und ab und ist dabei auf Nahrungssuche im Rantumer Hafen, dabei hat er mich beim Fotografieren ständig im Blick
Austernfischer im Watt auf Nahrungssuche – Rantumer Hafen – f/11 | ISO 640 | 1/1250 Sek | -⅓ LW | 500mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Trillernde Feldlerche im hohen Gras

Und während ich mich auf die Hafenbucht konzentrierte, hörte ich die Feldlerche – nicht all zu weit weg – hinter mir trillern. Die Feldlerche ist zwar klein und unscheinbar, aber sie flog ständig senkrecht hoch und runter und trillerte dabei ihr Liedchen. Somit war sie sehr schnell ausfindig gemacht worden.

Feldlerche im hohen Gras – f/11 | ISO 800 | 1/1250 Sek | -⅓ LW | 500mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Und diese Gelegenheit ließ ich mir nicht nehmen. Und somit wurde sie mein nächstes Foto-Motiv. Allerdings war es doch schwierig, diesen kleinen “unruhigen” Vogel zu fotografieren. Aber dann klappte es ja doch noch…

Schnepfenvogel im Flug (ohne Stativ)

Schnepfenvogel im Flug recht dicht über der Wasseroberfläche macht gerade den Flügelschlag nach unten
Schnepfenvogel im Flug – f/11 | ISO 320 | 1/1250 Sek | -⅓ LW | 500mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 200–500 mm 1:5,6E ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Und dann flogen auch noch die Schnepfenvögel relativ dicht an uns vorbei. Dafür war ich aber mit dem Stativ zu dicht auf dem Boden und es war keine Zeit, die Höhe zu verstellen. Also wurde die Nikon-Kamera schnell befreit und ich fotografierte aus der Hand, in dem ich den Vögeln im Flug folgte und dabei fotografierte.

Fazit nach diesem ereignisreichen Fototag für mich war…

Das war alles schon ziemlich beeindruckend. Allerdings war mir das alles noch zu weit entfernt, um wirklich imposante Fotos hinzubekommen. Es ist zwar ein wirklich großer Vorteil mit einem Tele-Objektiv von 500mm fotografieren zu können und auch, dass die Nikon D750 einen Vollformat-Sensor hat. So konnte ich diese Fotos sehr stark zuschneiden und damit “optisch” vergrößern, da dass die Sensorgröße zum Glück hergibt. Aber das gelbe vom Ei war es immer noch nicht.

Also war ich auch nach diesen schönen Fotosessionen am Rantum Becken und im Rantumer Hafen wieder am Überlegen, wie ich das nun endlich hinbekomme. Also die Tiere mehr aus der Nähe zu fotografieren, ohne die Tiere dabei zu stören bzw. eventuell dabei zu verscheuchen. Denn das kommt für mich als Naturliebhaber gar nicht in Frage. Aber das muss doch irgendwie machbar sein…

Und während die vielen Überlegungen sich so langsam im Kopf ausbreiteten, machten wir uns nun doch endlich auf den Weg zur wohlverdienten Kaffeepause. Und bei einem leckeren Cappuccino war ich schon bei ersten Durchsicht der Fotos und besprachen diese.