Dicke Schneewolken bahnten sich am Nachmittag an…

So hatte es auch die Wettervorhersage angekündigt. Und die heutige Wolkenbeobachtung in den Dolomiten war echt spannend. Es war schon 15h und die Wolkendecke zog sich immer weiter zu. Diese Dramatik in den Wolken war wunderbar anzusehen. Immer wieder wechselten Sonne und Wolken sich ab.

Dolomiten, Alta Badia - Boé in Wolken © Manja Carlsson
Dolomiten, Alta Badia – Boé in Wolken – Kamera: LEICA D-LUX – f/16 | ISO 200 | 1/160 Sek | 34(75)mm | -1LW © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Ich zoomte mich so weit es ging in die Dramatik hinein. Normalerweise nutze ich sehr häufig bei Schneebildern einen Korrekturwert von +1LW. In dieser Situation ist das total anders. Die Wolken sind recht hell und das Tal liegt bereits im Schatten. Erst als ich den Lichtwert auf -1LW korrigierte, konnte ich die Wolken gut ablichten. Mit +/- 0LW waren die Lichter in den Wolken zu sehr „ausgefressen“, weil die Kamera das dunkle Tal (was bereits im Schatten lag) korrekt belichten wollte.

Die Wolkendramatik nimmt zu

Dolomiten, Alta Badia und Marmolada unter Schneewolken am Nachmittag © Manja Carlsson
Dolomiten, Alta Badia und Marmolada unter Schneewolken am Nachmittag – f/16 | ISO 320 | 1/125 Sek | 32.6mm – Kamera: LEICA D-LUX (109) © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Am Spannendsten fand ich diese Wolkendynamik. So gab es ständige Veränderungen der Wolkenbänder im Arabba Tal. Zwischen der Boé Bergstation und dem Marmolada Gletscher war totale Bewegung im Spiel. Mal konnte man die Berggipfel zwischen den Wolken sehen, mal nicht. Die Nachmittagssonne gab alles um in diesem Wolkendickicht durchzukommen.

Dolomiten, Alta Badia mit Schneewolken © Manja Carlsson
Dolomiten, Alta Badia mit Schneewolken – Kamera: LEICA D-LUX – f/16 | ISO 200 | 1/160 Sek | 24.5(54)mm | -1LW © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Die Nachmittagssonne stand bereits recht schräg am Himmel. Für einen winzigen Augenblick schien die Sonne den Col Alto nochmal sehr schön seitlich an. Gleich daneben brauten sich die Schneewolken noch stärker zusammen. Auch hier kam erst mit einer Belichtungskorrektur von -1LW die Dramatik erst so richtig gut zur Geltung.

Wolkenstein in Gröden (Selva di Val Gardena) in Wolken

Wir beobachteten völliger Faszination die Wolkenbewegungen. Nur 30 Minuten später wurde es über Wolkenstein plötzlich ziemlich dunkel.

Blick auf Wolkenstein mit vielen Wolken (Passo Gardena) © Manja Carlsson
Blick auf Wolkenstein mit vielen Wolken (Passo Gardena) – f/16 | ISO 200 | 1/250 Sek | 34mm – Kamera: LEICA D-LUX (109) © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

So zoomte ich mich so weit es ging hinein, um diese Wolkendramatik besser darstellen zu können. Vor lauter Faszination konnte ich mich gar nicht lösen. Doch dann rief die Vernunft „Ab nach Hause“! Zum Glück ist das hier ja gleich unser Heimattal. Kaum angekommen, dann kamen auch schon die ersten kleinen Schneeflocken runtergerieselt…

Belichtungskorrektur:

Achte auf das Histogramm. Belichte lieber unter und vermeide Spitzenlichter bzw. Überbelichtungen. Diese Bereiche sind dann ausgefressen und das kannst du leider auch in der digitalen Nachbearbeitung nicht wieder herstellen. Ausgefressene Lichter bleiben leider einfach ausgefressen. Aber mit einer einfachen Belichtungskorrektur an der Kamera kann man der Überbelichtung wunderbar entgegensteuern. Dafür ist die kleine  +/- Taste an der Kamera da. 😉

Das könnte Dich auch interessieren: