Wer hätte DAS gedacht???

Nach unserer Fototour im Hafen von Santa Cruz haben wir uns beim Italiener gestärkt und wollten dann nochmal kurz zum Lago am Plaza de España in Santa Cruz de Tenerife. Richtig, da waren wir gestern Nacht doch auch schon. Aber: 1. es ist immer wieder zu schön hier im Lichterglanz und 2. meinte Thorsten heute morgen zu mir, daß meine Fotos von gestern nicht genug Wasserspiegelung haben. Stimmt. Hätte „noch“ besser sein können. Alles halb so schlimm dachte ich, denn das Foto kann ich ja jederzeit wiederholen…

Oder? Stimmt nicht so ganz. DENN…

Plaza de Espana im Lichterglanz – Panorama – Blick auf die Stadt Santa Cruz (f/16, ISO 100, 13 Sek, 18mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 14-24mm 1:2.8G ED

Samstag ist nicht Freitag!!!

Klar, das ist logisch. Aber was sollte sich hier auf dem Plaza von Freitag auf Samstag groß verändern? Nix? Oder etwa doch? Och, nö!!!! Verflixt und zugenäht. Grummel grummel. Das ist doch echt gemein. Was soll das denn nun schon wieder!!! Irgendwie ist es immer so in der Fotografie. Kein Tag gleicht dem anderen. Jeder Tag ist anders. Beim Wetter ist es sehr schnell nachvollziehbar. Aber in der Stadt?

Na? Schon gesehen, was ich meine?

Es sind diese verflixten Zelte rechts oben im Bild. Und dann fiel es mir wieder ein. Verflixt! Sonntags ist immer und überall Flohmarkt, auch hier auf dem Plaza. So ein verdammter Mist. Ich kann mein Foto von gestern also nicht wiederholen, denn diese blöden Zelte stören den ganzen Licht-Zauber. Das war echt gemein – ich war ein wenig geknickt. Aber hilft ja nix – also nochmal wiederkommen. Kommt auf die ToDo-Liste.

Aber so ganz umsonst mochte ich da trotzdem nicht mit Kamera und Stativ aufgekreuzt sein wollen. So nutzte ich nun die Gelegenheit, um den Blick in Richtung Stadt zu sehen und festhalten zu können, denn dafür war ich gestern Nacht schon zu müde gewesen. Also Zelte einfach ignorieren und los ging es … Ich stellte das Stativ auf und befestigte dann die Nikon D750 drauf. Mit dem Superweitwinkel 14-24mm und dem Kabelauslöser war dann alles vorbereitet. Dann ging ich ganz gemütlich meine ganzen Einstellungen für die Nachtaufname durch, stellte meine Kamera ein und vor Allem manuell scharf.

Dabei konzentriere ich mich auf die Leuchtschriften an den Gebäuden, damit diese auch wirklich scharf abgelichtet werden. Für mich ist das die bereits gefundene Lösung, die Leuchtschriften nicht zu überblenden. Als das erste Foto im Kasten war und ich das Ergebnis auf dem kleinen Live-View-Bildschirm sehen konnte, mußte ich echt schmunzeln. Die Leuchtschriften waren sogar im Wasser zu sehen und das Ganze dann auch noch recht scharf. Das war witzig und ich musste es dann auch gleich Thorsten zeigen.

Plaza de Espana – Santa Cruz de Tenerife – im Lichterglanz – Panorama – vom Cabildo bis Casino (f/16, ISO 100, 13 Sek, 14mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 14-24mm 1:2.8G ED

Gut gelaunt ging ich dann noch weiter um den Lago herum denn ich musste da dann doch gleich noch eine weitere Position ausprobieren. Schließlich sind das Cabildo de Tenerife, Correos und das Edificio Olympo zusammen mit dem Mahnmal die interessantesten Bauten am Lago. Allerdings spielt mir auch hier der niedrige Wasserstand einen Streich, aber was nicht ist, ist halt nicht da. Auch bemerkte ich schon unten links im Bild meinen eigenen Schatten im Wasser.

Eine starke Lichtquelle direkt hinter mir war der gemeine Übeltäter dafür. Als ich noch weiter rum wollte, war der Schatten zu mächtig und ein Sichkleinmachen brachte nix außer lustige, merkwürdige Bewegungen meinerseits.  Und die Aussicht in diese Richtung war sowieso nicht mehr so der Hit, so dass ich es dann mit weiteren Aufnahmen bleiben ließ. Mit diesen zwei gemachten Fotos war ich auch schon recht zufrieden. Jetzt müssen nur noch diese blöden Flohmarkt-Zelte verschwinden…

Santa Cruz Schriftzug am Lago (f/16, ISO 100, 8 Sek, 14mm) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 14-24mm 1:2.8G ED

Zum Abschluss noch ein Foto von dem Santa Cruz Logo mit dem Slogan „El corazón de Tenerife“ (Das Herz von Teneriffa). Ja, was soll ich sagen… Und als ich mich mal wieder so auf die korrekten Einstellungen, vor Allem die Belichtungsmessung, konzentrierte, schlich sich da schon wieder so ein kleiner, spaßiger Fehler ein. Ich habe ihn so überhaupt nicht bemerkt, erst als ein „Hu! hu!“  zu mir gerufen kam, sah ich meinen versteckten Thorsten und musste richtig laut lachen.

So bringt er mich immer wieder zum Lachen.

Übrigens: Schöne Lichtersterne bekommt man ab einer Blende f/8 oder kleiner. Ich wähle deshalb immer wieder sehr gerne die Blende f/16, um möglichst viele Sterne zu erhalten. Schließt man aber die Blende zu sehr, kann es  zur Beugungsunschärfe kommen.

Ein zweites Übringes: Ich mache keine Werbung für die drei Banken rund um den Lago 😉 . Das war mir bis heute auch nicht bewußt, daß die alle da sind. Was man alles so durchs Fotografieren entdeckt!?

Also, auf schöne Lichtersterne….

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