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Fotografie von Küstenvögel – aller Anfang ist schwer

Meine Idee war, mich die Woche auf Sylt mit der Vogelfotografie zu verbinden. Ich habe zwar schon mal den einen oder anderen Vogel fotografiert, aber die waren an Menschen gewöhnt. Heute habe ich mein erstes Wildlife Foto-Erlebnis in der Fotografie der Küstenvögel gehabt und musste total neue, teils auch unschöne Erfahrungen sammeln.

Die Euphorie, die am Anfang so groß war,
ging relativ schnell in eine gewisse Enttäuschung über.

Und am Ende musste noch einmal alles neu überdenken. Auch wenn es noch nicht die tollsten Fotos sind, möchte ich trotzdem meine gemachten Erfahrungen und natürlich auch die Foto-Erlebnisse mit den Küstenvögeln mit euch teilen. Ganz nach dem Motto:

Am Anfang ist alles schwer
und aus Erfahrungen wird mal klug.

Eigentlich wollte ich die Ringelgänse fotografieren. Abgesehen davon, dass diese eh viel zu weit weg waren, flogen sie allein nur schon vom „Klack“ Geräusch des Fahrradständers fort. Ähm, damit habe ich so gar nicht gerechnet. Dann eben nicht…

Aber nun mal ganz von vorne.

Meine Fotoausrüstung für diesen Tag

Es ist dieses Jahr unser erster Tag auf der Insel Sylt. Wir schnappten uns die Fahrräder und fuhren zum Ellenbogen hoch. Ich überlegte, was schleppe ich an Fotoausrüstung nun wirklich mit. Schließlich befand sich in meinem Fotorucksack* die Nikon D750* und das Nikkor Tele-Objektiv 70-200*. Das riesige Nikkor 200-500 mm Super-Tele-Objektiv* war heute nicht dabei und das war ein verdammt blöder Fehler. Aber das wusste ich bis dahin noch nicht. Und wie heißt es so schön, aus Schaden wird man klug.

Erstes Fotoerlebnis mit Küstenvögeln

Die Küstenseeschwalbe aus der Ferne – erstes Fotoerlebnis

Wir kamen am Deich bei List mit Blick zum Ellenbogen an. Unglaublich wie viele Vögel verschiedenster Vogelarten dort waren. Vor allem sehr viele Zugvögel waren dort zu sehen. ABER – viele Bereiche wurden zum Schutz der Vögel weiträumig abgesperrt. Was natürlich richtig ist, aber das war dafür alles viel zu weit weg für das Nikkor 70-200mm Tele-Objektiv*.

Mein erstes Foto-Erlebnis mit Küstenvögel. Hier eine Küstenseeschwalbe auf Sylt am Ellenbogen in der Ferne dicht über dem Strand auf Nahrungssuche
Küstenseeschwalbe auf Sylt am Ellenbogen – f/5.6 | ISO 100 | 1/1600 Sek | -⅓ LW | 200mm Zuschnitt – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Diese zwei Aufnahmen waren die einzigen gelungenen Aufnahmen. Alle anderen Fotos waren unscharf. Leider wären das die vom Motiv her die viel schöneren Aufnahmen gewesen. Die Küstenseeschwalbe blieb im Flug auf der Stelle und die Federn waren dabei super schön gespreizt. Aber unscharf bleibt einfach unscharf und damit waren die Fotos nur noch für den Papierkorb nützlich.

Küstenseeschwalbe auf Sylt am Ellenbogen
Küstenseeschwalbe auf Sylt am Ellenbogen – f/5.6 | ISO 100 | 1/1600 Sek | -⅓ LW | 200mm Zuschnitt – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Diese Fotos sind schon stark zugeschnitten worden und alle anderen Vögel waren einfach viel zu weit entfernt. Ja, ich ärgerte mich natürlich extrem, nicht doch das große 2,3 kg schwere 200-500 mm Nikkor Tele-Objektiv* mitgeschleppt gehabt zu haben. Grummel. Na ja, somit habe mal wieder eine Erfahrung mehr eingesammelt.

Die Feldlerche aus der Ferne – erstes Fotoerlebnis

Mein erstes Foto-Erlebnis mit Küstenvögel. Ein kleine unscheinbare Feldlerche aus der Ferne auf der Wiese kaum erkennbar.
Feldlerche aus der Ferne – f/4 | ISO 100 | 1/1250 Sek | -⅓ LW |170mm Zuschnitt – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Als ich den Deich wieder hochging, hörte ich die Feldlerche und sah sie dann auch. Es ist zwar kein Küstenvogel. Aber dafür ist es ein echt „unterhaltsamer“ Vogel. Ihr Gesang ist sehr schön anzuhören und zwischendurch fliegen sie laut zwitschernd vertikal nach oben und landen dann gleich wieder fast auf derselben Stelle.

Aber auch dieser kleine Vogel war einfach zu weit weg. Ich rutsche also ganz langsam auf dem Popo die Deichwiese zwischen den Deichschaffladen immer weiter runter. Ja, was tut man nicht alles für die Fotografie.  😉 Als ich unten angekommen war, hatte ich das Gefühl – hier ist die akzeptable Grenze für die Feldlerche zwischen ihr und mir.

Wäre ich noch dichter ran gegangen, dann wäre die Feldlerche wohl mit größter Wahrscheinlichkeit weggeflogen. Das wollte ich nach all meiner Mühe natürlich vermeiden und ihre skeptische Haltung ist ja schon erkennbar. Auch hier sind die meisten Fotos eher unscharf bzw. ohne schöne Zeichnung, da die Feldlerche zu klein für diese Distanz ist. Und auch diese Aufnahmen mussten stark zugeschnitten werden.

Fazit: Na gut dachte ich mir. Das müssen wir dann nochmal anders – mit Plan B und dem 200-500 Nikkor Tele-Objektiv* – wiederholen.

Die Moorwiese am Möwenberg – erstes Fotoerlebnis mit Küstenvögeln

Mein erstes Foto-Erlebnis mit Küstenvögel. Eine Möwe steht auf einer überfluteter Moorwiese bis zu den Knien im Wasser. Den Kopf nach rechts geneigt. Wer beobachtet wen hier?
Möwe auf überfluteter Moorwiese – f/5.6 | ISO 200 | 1/4000 Sek | – ⅓ LW | 200mm Zuschnitt – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Wäre die Faszination der Vogelvielfalt nicht so groß, wäre ich total verärgert, nicht das große Super-Tele-Objektiv* mitgenommen zu haben. Hätte ich es dabei gehabt, dann wären es bestimmt nicht so viele misslungene Aufnahmen gewesen.

Aber aus Schaden wird man bekanntlich klug. Aber schließlich war es ja auch mein erstes Foto-Erlebnis in der Küstenvögel Fotografie. Und so genossen wir die große Vogelwelt, dann mehr oder weniger auch ohne Fotografie. Somit hatte die Nikon D750* eine Pause und die Vogelbeobachtungen wurden im Herzen festgehalten.

So fuhren wir mit dem Fahrrad den Deich entlang in Richtung Ellenbogen weiter. Und da kamen wir dann an einer überfluteten Moorwiese beim Möwenberg (wo die Jugendherberge ist) vorbei. Natürlich ist auch das hier – ärgerlicherweise – alles viel zu weit weg.

Mein erstes Foto-Erlebnis mit Küstenvögel. Der Rotschenkel mit lang ausgebreiteten Flügeln ist ebenfalls im Landeanflug auf der überfluteten Moorwiese in der Ferne.
Rotschenkel – Anflug auf überfluteter Moorwiese – f/5.6 | ISO 200 | 1/2500 Sek | -⅓ LW | 200mm Zuschnitt – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR © www.ManjaCarlsson.com – All rights reserved.

Dann flog auch noch ein Rotschenkel an mir vorbei. Und diese Gelegenheit kam die ganze Woche nicht wieder. Das war die schmerzhafteste Erfahrung des Tages.

Erstes Fotoerlebnis mit Küstenvögel – Mein Fazit des Tages:

Ab jetzt schleppe ich das große 200-500 mm Super-Tele-Objektiv* immer mit mir mit. Egal was es an Kraft und Schweiß kosten wird. 😛 Denn nur mit der richtigen Ausrüstung kommt man bei der Wildlife Vogelfotografie weiter. Aber dafür das es mein erstes Fotoerlebnis mit Küstenvögeln war, war es doch okay. Ich habe meine ersten Erfahrungen in der Fotografie mit Küstenvögeln zusammen gesammelt und kann nun darauf aufbauen. 😉

Ringelgans beim Starten (2)

Ringelgänse auf Uthörn

Auf dem Rückweg fuhren wir dann wieder über den Deich Richtung List entlang. Da waren dann doch noch die Ringelgänse zusehen. Was, das verrate ich im nächsten Beitrag: Ringelgänse auf Uthörn – erster Foto-Versuch

Meine Foto-Tasche

In meiner Foto-Tasche hatte ich mit dabei

In meinen Foto-Rucksack ist ständig dabei

Ich habe immer noch mindestens eine weitere Speicherkarte mit. Warum? Ich höre so oft den Satz von meinen Fotobegleitern: „Mist, ich habe meine SD-Karte vergessen. Die steckt noch im PC.“ Und wenn Du dann eine Speicherkarte hervorzauberst, dann ist der Abend gerettet. 😉 Kaum zu glauben, aber wirklich war.

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