Kuhreiher brüten im Loro Parque

Der Kuhreiher, auch Ibis genannt, ist ein hübscher und recht großer Vogel. Um sein wunderschönes, weißes Gefieder in seinen Strukturen gut fotografieren zu können, bedarf es allerdings eines kleinen Tricks. Ansonsten kann es schnell überbelichtet sein und somit verlieren die weißen Federn ihre farbliche Struktur und sind einfach nur „ausgefressen“.

Kuhreiher (Egret - Bubulcus Ibis) ©Manja Carlsson
Kuhreiher (Egret – Bubulcus Ibis) – f/4 | ISO 450 | 1/4000 Sek | 200mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR ©Manja Carlsson

Um die schöne Federstruktur zu fotografieren, braucht man häufig nur die Belichtungskorrektur +/- etwas in den Minus-Bereich stellen. Ich nutze oft die Belichtungskorrektur -1. (Das entspricht die Reduzierung einer Blendenstufe.) Nach der Auswertung des ersten Kontrollbildes auf dem Histogramm  kann man ggf. den Wert anpassen.

Allerdings sollte man nach erfolgreicher Fotosession nicht vergessen, die Belichtungskorrektur wieder zurück zustellen, sonst gibt es unterbelichtete Bilder. Ups. Und wenn – nicht ärgern, denn genau DAS passiert  jedem mal. Manchen auch immer mal wieder… 🙂

Dieser Ibis war ziemlich weit entfernt, also ging ich auf die Suche nach weiteren seiner Art und wurde schnell fündig…

Kuhreiher (Egret - Bubulcus Ibis) beim Brüten ©Manja Carlsson
Kuhreiher (Egret – Bubulcus Ibis) beim Brüten – f/2.8 | ISO 1000 | 1/500 Sek | 200mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR ©Manja Carlsson

Nach einem Rundgang entdeckte ich im Dickicht der Baumkronen zwei Nester mit brütenden Kuhreihern.  Mein Naturherz machte einen Satz vor Freude. Und das Allerbeste: eines der beiden Nester war fotografisch aus der Ferne sehr gut einsehbar. Den Kuhreiher mit seinen Eiern im Nest sehen zu können ist doch recht selten. Ich war total begeistert.

Dieser Ibis war gerade dabei, sein Nest in Ordnung zu bringen. Es war für mich einfach eine perfekte Szene für eine ansprechende Foto-Aufnahme. Allerdings war es schon spät am Nachmittag und die Sonne schien nur noch schwach durch die Baumkronen hindurch. Egal.

Kuhreiher (Egret - Bubulcus Ibis) beim Brüten ©Manja Carlsson
Kuhreiher (Egret – Bubulcus Ibis) beim Brüten – f/2.8 | ISO 1000 | 1/500 Sek | 200mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR ©Manja Carlsson

Liebevoll wurden die Eier nochmal kurz zurecht gerückt und schon wurde es sich auch gemütlich gemacht. Zum Glück gab es kaum noch Besucher (es war schon 17.30h) und damit war natürlich auch das Treppengeländer des Wipfelpfades eine perfekte Abstützung zum Fotografieren. So bot es mir eine entspannte Möglichkeit für  verwackelungsfreie Foto-Aufnahmen aus der Ferne. Denn mit einem Tele-Objektiv ist es immer von Vorteil wenn man eine solche „Stativhilfe“ nutzen kann.

 

Kuhreiher (Egret - Bubulcus Ibis) beim Brüten ©Manja Carlsson
Kuhreiher (Egret – Bubulcus Ibis) beim Brüten – f/2.8 | ISO 1000 | 1/640 Sek | 200mm – Kamera: NIKON D750 + Objektiv: AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR ©Manja Carlsson

Für diese schon recht dunklen Lichtverhältnisse am späten Nachmittags erhöhte ich die ISO entsprechend, stellte auf die mittenbetonte Belichtungsmessung und konnte bei den Nestern auf die Belichtungskorrektur verzichten. Die Nest-Fotos sind natürlich sehr stark freigestellt (zugeschnitten).

Denn nur so können sich die Kuhreiher ganz in Ruhe um ihre Aufzucht kümmern. Und das geht schließlich vor. Viele Besucher haben die Nester auch erst „entdeckt“ nachdem sie meine Foto-Session bemerkt hatten.

Dafür liebe ich den Loro Park besonders. Sehr viele Tierarten bekommen hier Nachwuchs. Ein besseres Anzeichen für eine artgerechte Tierhaltung und guten Wohlfühlfaktor der Tiere gibt es wohl kaum. Vor allem, wenn es um den Erhalt bedrohter Tierarten geht. Der Kuhreiher scheint aber meines Wissens zum Glück (noch) nicht davon betroffen zu sein.

Auf Wikipedia kann man vieles interessantes über den den Kuhreiher (Egret, Bubulcus Ibis) erfahren.

Und so ging ich auf die Suche anderer Vogelarten zum Fotografieren…

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