Ist das Motiv aller Motive in Hamburg

…wir hatten schon den ganzen Abend voller Faszination überall in der Speicherstadt fotografiert. Begonnen beim Maritimem Museum, dann zur Hafencity – Sandtorhafen und nun zurück durch die Speicherstadt im Bereich des Kleines Fleets entlang der Kopfstein gepflasterten Straße Pickhuben.

Es war ein schöner lauer Sommerabend. Wir fuhren offen mit dem Auto durch die Speicherstadt und genossen den Abend und das Ambiente; liefen von einem Fotospot zum nächsten, von Müdigkeit keine Spur. Ich konnte einfach nicht genug bekommen. Der Sensor des Fotoapparates war bestimmt schon heiß gelaufen. Dann fuhren wir zur Poggenmühlenbrücke um dieses Schlösschen zu fotografieren.

Ich hatte mich so auf diesen Moment schon seit Wochen gefreut.

Endlich in Hamburg. Das Wasserschlösschen ist mir schon in vielen Fotozeitschriften aufgefallen.

Wasserschlösschen - goldene Wolkendecke (f/8, ISO 100, 24mm, 13 Sek.)
Wasserschlösschen – goldene Wolkendecke (f/8, ISO 100, 24mm, 13 Sek.) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 24-120mm

Genau dieses Motiv, ICH wollte es unbedingt haben. Aber dann…

Wasserschlösschen - goldene Wolkendecke (f/8, ISO 100, 24mm, 13 Sek.)
Wasserschlösschen – goldene Wolkendecke (f/8, ISO 100, 24mm, 13 Sek.) – Kamera: NIKON D750, Objektiv: AF-S NIKKOR 24-120mm

Mit totaler Begeisterung stieg ich aus dem Auto aus.

Ja, ich flippte regelrecht aus vor Freude. Keiner weiter da. Wir ganz alleine. Die Nikon schon in der Hand – auf dem Stativ befestigt, lief ich zur Brücke. Mann war das Schön.

Ich baute alles auf und war aber so was von happy.

Machte gutgelaunt meine Einstellungen an der Nikon D750 Kamera. Alles war perfekt eingestellt und wollte gerade den Auslöser für mein erstes Bild drücken… Immer noch den Blick auf die Nikon D750 gerichtet, sagte Thorsten dann zu mir: „Die Lichter sind aus“. Ich: „WIE? Die Lichter sind AUS??? Du scherzt doch schon wieder, oder???“ Ich blickte absolut fassungslos auf den dunklen Kanal. Mir blieb der Mund offen stehen. Ich war für einen kurzen Moment total sprachlos. Die noch eben vorhandenen Lichter waren aus. Einfach aus. So ohne klick und ohne Anzeichen. Einfach aus. Kurz dachte ich ja, Thorsten – mein Scherzbold, die süße Rache für seine ewige Geduld mit mir heute Abend … – ja nee, aber das schafft er nun wirklich nicht.

Lautlos um Punkt 24Uhr gehen die Lichter der Speicherstadt aus.

Das war echt mehr wie ärgerlich.Ich fand meine Worte wieder und die gesamte Autofahrt nach Hause schimpfte ich wie ein Rohrspatz. Mein armer Thorsten. Gut, daß er so ein Geduldsmensch ist, aber heute Nacht habe ich ihn ziemlich auf die Probe gestellt. Dafür haben wir aber viele tolle Motive eingefangen, nur nicht das Wasserschlösschen.

Und es war klar, wo es am nächsten Abend hingeht.

fotografiert von Thorsten Carlsson
fotografiert von Thorsten Carlsson

Am nächsten Abend hatten wir ein berufliches Treffen und brachen dort rechtzeitig auf. Schließlich sollte sich die Geschichte vom Vorabend nicht wiederholen und so steuerten wir sofort diesen Ort wieder an.

Es war schon wieder 23.30h als wir ankamen.

Jetzt aber fix. Hochkonzentriert machte jeder seine Aufnahmen. Während die Nikon arbeitete, genoss ich verträumt diesen wundervollen Blick. Thorsten, mein Kreativ-Fotograf, machte zum Teil sehr außergewöhnliche Fotos. Ich liebe die Geradlinigkeit und Thorsten das Außergewöhnliche. Eine schöne Ergänzung finden wir. Nun hatten wir, jeder auf seine Art, endlich unser Wasserschlösschen im Kasten und waren rundum glücklich und zufrieden.

Dann war es auch schon wieder Punkt 24h…
und die Lichter gingen wie erwartet einfach lautlos aus.
*
Gute Nacht Hamburg.  😉

 

FAZIT oder Klugschnacken:
Wer also die Speicherstadt in Hamburg fotografieren möchte, muss bis Mitternacht alles im Kasten haben. Es lohnt sich aber auf jeden Fall am Abend diesen Ort aufzusuchen…

Ein anderes Mal waren wir dann noch mal zur blauen Stunde da.

 

 

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